Effekte

Effekte,
 
Effekte mannigfaltigster Art gibt es in allen Bereichen der populären Musik, jedoch je nach Zeit und Genre graduell unterschiedlich. Sie finden sich einerseits vor allem in der traditionellen Tanz- und Popmusik im Einbeziehen bzw. Nachahmen von Umweltgeräuschen (z. B. Sektkorkenknall im »Champagner-Galopp«, Glockengeläut in der »Petersburger Schlittenfahrt«, Meeresrauschen in Seemannsschlagern usw.), andererseits in Blues und Jazz, später auch im Rock in dem auf afrikanische Traditionen zurückführenden Bemühen, Töne, Akkorde, instrumentale und vokale Klänge zu verschleifen, wofür die differenzierte Tongebung ebenso dient wie zusätzliche Hilfsmittel (Dämpfer, Effektgeräte usw.). Mit der raschen und weltweiten Verbreitung von populärer Musik in den letzten Jahrzehnten nahm auch die Zahl der einbezogenen Effekte stark zu. Das bezieht sich besonders auf die Klangbeeinflussung. Waren Arrangementeffekte wie der Glenn-Miller-Sound-, der Four-Brothers-Satz und Ähnliches zunächst typisch für ein Orchester, so wurde der Einsatz bestimmter Zusatzgeräte in jüngerer Zeit nachgerade stilbildend (z. B. der Verzerrer für die Gitarre in Hard und Heavy-Metal-Rock). Durch die sprunghafte Entwicklung der Musikelektronik eröffneten sich neue Dimensionen in der Klangmanipulation (Hall, Echo, Booster, Compressor, Flanger, Harmonizer, Leslie, Phaser, Talkbox, Verzerrer, Wah-Wah-Pedal). Neben diesen Möglichkeiten werden vor allem in der Rock- und Popmusik zahlreiche äußere Effekte zur Bühnenshow herangezogen, z. B. farbiges Licht, Laser, Nebel, Film- oder Diaprojektionen, gestaltete Bühnenbilder, Go-go-Girls usw.

Universal-Lexikon. 2012.

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